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Stiftungsprofessur Tissue Engineering

Die TraumaStiftung fördert eine auf fünf Jahre angelegte W2-Professur im Bereich „Tissue Engineering des Bewegungsapparates“.

 

Tissue Engineering

 

Problem

Durch Unfälle, Erkrankungen (Arthrose, Tumoren) und infolge von Gelenkersatzoperationen entstehen Knochen-, Knorpel- und Sehnendefekte, die bisher nur unbefriedigend behandelt werden können. Zwar kann körpereigenes Gewebe transplantiert werden, jedoch verbleiben an der Entnahmestelle zum Teil erhebliche Defekte.

 

Lösung

Beim erwachsenen Menschen gibt es organspezifische Stammzellen mit hohem Vermehrungs- und Differenzierungspotential. Aus ihnen werden während der gesamten Lebensdauer des Organismus neue spezialisierte Zellen gebildet. Durch Punktion am Beckenkamm können diese mesenchymalen Stammzellen gewonnen werden. Anschließend werden sie im Labor isoliert und millionenfach vermehrt. Die Zellen können tiefgefroren werden und sind nahezu beliebig lang haltbar. Zu einem gegebenen Zeitpunkt können die Zellen aufgetaut und weiter vermehrt werden. Sie stehen dann wieder für verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

 

Ziel der Wissenschaftler ist es, mit Hilfe der Gewebezüchtung beschädigte, funktionsbeeinträchtigte oder fehlende Gewebe, Knochen oder Organe durch diese biologisch aktiven Prothesen auszutauschen. Dieses soll erreicht werden, indem eine Matrix mit körpereigenen Zellen besiedelt wird. Das Immunsystem des Empfängers erkennt diese Zellen als nicht fremd und stößt sie nicht ab.

Das Tissue Engineering kann für die Medizin noch ungeahnte Möglichkeiten bedeuten. Langfristig könnte damit ein großer Teil aller krankheits- oder verschleißbedingten Organschäden therapiert und wiederhergestellt werden.