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(ina) Ein Autounfall, ineinander verkeilte Fahrzeuge, eingeklemmte Insassen: Eine spektakuläre Rettungsaktion demonstrierten Mitarbeiter der Feuerwehr auf dem MHH-Behelfsparkplatz beim „Tag der Retter“. Sie zeigten, wie sie Unfallopfer mit einer Metallschere aus dem Autowrack freischneiden. „Bevor wir damit beginnen, sichern wir die medizinische Versorgung“, sagte Feuerwehrmann Michael Hintz. Zum Einsatz kam bei dieser Übung auch der Rettungshubschrauber Christoph 4.

 

„Ein schweres Trauma kann jeden treffen, jederzeit“ – so lautete das Motto am „Tag der Retter“, zu dem die MHH-Klinik für Unfallchirurgie und die TraumaStiftung am 9. November 2007 eingeladen hatten. „In Deutschland sterben zirka 5.000 Menschen pro Jahr im Straßenverkehr. Anlässlich des europäischen Verkehrsopfertages ist es uns ein Bedürfnis, die Bevölkerung für die Bedeutung der Ersten Hilfe zu sensibilisieren“, sagte Klinikleiter Professor Dr. Christian Krettek. Mit Vorträgen und Live-Demonstrationen rund um das Thema Unfall informierten Beschäftigte aus seiner Abteilung, der ADAC Niedersachsen sowie die Polizei: Mit einer Jugend-Uni für Schülerinnen und Schüler gingen die Retter im Hörsaal F an den Start. 400 Mädchen und Jungen waren gekommen, um sich die Vorträge anzuhören. Beispielsweise erklärte Privatdozent Dr. Thomas Gösling, wie Knochen brechen und warum sie wieder heilen, Polizistin Ellen Haase erläuterte, wie Fahrradhelme Leben retten und Birgit Blaich-Niehaus befasste sich mit dem Thema „Führerschein mit 17“. Live aus dem OP zugeschaltet wurden drei Schülerinnen, die Privatdozent Dr. Michael Jagodzinski interviewten, während er eine Kniespiegelung an einem Patienten vornahm.

 

An zahlreichen Infoständen konnten sich die Besucher im Gebäude J1 am Nachmittag unter anderem über Blutspende, die Arbeit der MHH-Seelsorge oder die Traumastiftung informieren. Beschäftigte der Neurologischen Klinik Hessisch Oldendorf demonstrierten Hilfsmittel für die Rehabilitation. MHH-Pysiotherapeutinnen boten Führungen durch ihren Arbeitsbereich an und zeigten vor Ort, wie Patienten ihre Rückenmuskulatur trainieren können. Wie sich zwei Promille im Blut anfühlen, erfuhr Dominic Winkler. Polizist Hans-Peter Schütte setzte ihm eine „Rauschbrille“ auf, mit der ein verzerrtes Blickfeld entsteht und es zu Gleichgewichtsproblemen kommt. Volker Kleinert, Lehrrettungsassistent bei der Johanniter-Schule Hannover, zeigte an einer Unfallpuppe, wie man Verletzungen erkennt oder den Puls fühlt. Außerdem erklärte er die Funktion eines Defribillators – eines äußerlich angelegten Herzschrittmachers. Die Techniker Krankenkasse bot in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rettungsflugwacht Erste-Hilfe-Kurse für Kinder an. „Das war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Wir freuen uns, dass sich rund 1.000 Besucher für unsere Aktionen interessiert haben. Besonders die Schülerinnen und Schüler der Jugend-Uni haben viele anregende Fragen gestellt“, sagte Professor Krettek.

 

Text: MHH-Pressestelle